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Region
zur NS Zeit: 8.Nov.1938

Die "Kristallnacht" im
Outback
Allgemein wird ihm
zugeschrieben den Volkszorn auf die damaligen jüdischen Mitbürger
gerichtet zu haben, - Goebbels.
Die bittere Wahrheit ist, dass die ersten Verfolgungen hier im Outback
(ehemals Kurhessen-Waldeck) ohne Aufforderung aus Berlin stattfanden. Die erste
Synagoge in Deutschland brannte in Bad
Hersfeld und zwar bereits am 8. November, also einen Tag früher als im
Rest 'des Reiches'.
"Am selben Abend
(8.Nov.1938) brannte in Bad Hersfeld die erste Synagoge. In den
Landkreisen Fulda und Melsungen, u. a. den Orten Baumbach, Eschwege,
Fritzlar, Rotenburg an der Fulda, Witzenhausen, wurden fast alle
jüdischen Wohnungen und Geschäfte demoliert. Im Laufe des Abends
und der Nacht wurden zahlreiche Juden misshandelt. In Felsberg gab es
dabei das erste jüdische Todesopfer in Kurhessen."
Vgl. Wikipedia, dort weiterlesen....
Goebbels und seine Mordgesellen
erkannten dies als Chance und priesen am 9. November - heute der
offizielle Gedenktag für die Novemberpogrome - ausdrücklich die
Kurhessen als Beispiel, woraufhin überall in Deutschland Juden
angegriffen und Synagogen brannten.
Eine eindringliche, von Hersfelder Schülern zusammengestellte
Bilderreihe schildert minutiös und
wiedererkennbar die Orte und
Ereignisse des 8. November. (leider nicht mehr auffindbar)
Reichsprogromnacht
in Hersfeld
Die Eschweger Synagoge
wurde beim
Novemberpogrom 1938 von SA-Leuten geschändet
und demoliert.
Dabei wurden die Fenster eingeschlagen sowie die
Inneneinrichtung vollkommen zerstört.
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Warum "Der Hintergrund" ?
Der Gedanke diesen "Hintergrund"
anzubieten kam mir immer dann, wenn ich im newsletter interessante
Themen in relativer Kürze abhandeln musste, um dort den kurzen,
prägnanten, aktuellen News-Charakter zu erhalten.
Bei der Aufarbeitung einzelner Themen habe ich dann immer wieder die
"....weiterlesen..." Links eingebaut, um eben einzelne Themen mit
Hintergrund Informationen anzureichern.
Dabei stellte ich fest, dass so gut wie jedes Thema bereits ausführlich
irgendwo im Internet behandelt wird, teilweise sehr persönlich gefärbt,
oder auch dem Wissen der Vielen, wie bei Wikipedia angepasst, teilweise
aus wissenschaftlichen Arbeiten.
Dies zwang mich natürlich genau zu recherchieren, vorab vieles zu
lesen, eine Auswahl zu treffen, der ich vertraue; und diese dann in den
newsletter so zu integrieren, dass der geneigte Leser, sofort an eine
Stelle kommt, an der sich das Weiterlesen auch lohnt.
Aus den Statistiken der newsletter sehe ich, dass das
"...weiterlesen..." Angebot zuletzt zwar immer mehr jedoch mit immer
kürzerer Verbleibdauer genutzt
wird,
was ich
der Tatsache zuschreibe, dass die dahinterliegenden Text oft sehr
umfangreich und unübersichtlich waren, teilweise auch Themen berührten,
die eben nicht von breitem, schnellen Information-Interesse sind.
So wird dann auch "Der Hintergrund" im Wesentlichen aus den Elementen
bestehen, die ich bereits im Netz vorfinde, dann auf die wirklich
interessanten Aspekte
konzentriere
und jeweils mit Links
zur Quelle hier
einarbeiten werde, versehen mit persönlichen
Überleitungen.
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Für wen ist "Der
Hintergrund" ?
Da die Arbeit am newsletter und nun am
Hintergrund inzwischen Einiges an Arbeit erfordert, finde ich das
zwischen Leser und Autor ein Ausgleich stattfinden sollte.
Dieser fand ja auch schon bisher statt, indem viele Nutzer der
Vereinsaktivitäten von Intakt ev und damit auch des bisherigen
newsletters bei diversen Aktionen geholfen, Zeit & Arbeit oder
Technik eingebracht oder einfach nur Leserbriefe geschrieben haben mit
Anregungen, Vorschlägen, Ankündigungen und Korrektueren. Dies alles
wußte und weiß ich sehr zu
schätzen,
geht es mir doch bei allen Aktivitäten
darum, Basis zu legen, auf der sich individuelle Freude durch
gemeinsame, erlebnisreiche Aktivitäten entfalten kann.
So glaube ich, dass zahlreiche Leser aus dem Kreis der newsletter
Empfänger und darüberhinaus, gerne die von mir aufbereiteten Themen in
einer Form angeboten bekommen würden, die sich auf das
Wesentliche beschränkt und endloses Material hinter den
...weiterlesen... Links auf die interessanten Aspekte konzentriert.
So biete ich allen Vereinsmitgliedern von intakt eV und anderen
Kulturvereinen, unseren Sponsoren und Aktiven sowie natürlich meinen
Freunden und meiner Familie diesen "Hintergrund" frei von
weiteren Verpflichtungen an.
Alle anderen können durch die Bezahlung
der Abogebühr Zugang zum Hintergrund bei mir anfordern.
Zugang wird durch einen Nutzernamen
und ein wechselndes Passwort
ermöglicht, dass allen Abonnenten mitgeteilt wird.
Ich hoffe auf rege Beteiligung, sei es passiv durch Lesen oder aktiv
durch Themenvorschläge, Kritik und Anregung.
Der newsletter selbst bleibt
praktisch wie er ist.
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Die
Geschichte alternativer Bewegungen
im
Outback.
Eine
unakademische Sammlung zur Entwicklung
fortschrittlicher Bewegungen in Nord-Osthessen und West-Thüringen.
Vorwort:
Zu Beginn wäre eine Abrenzung und Erläuterung des Begriffs
"fortschrittlicher" bzw. "alternativer" Bewegungen nötig. Und es wäre
die Frage zu klären, ab wann man diese Betrachtungen einsetzen lassen
will. War nicht auch die Reformation eine alternative Bewegung ? Der
Widerstand im 3. Reich ?
Da diese Zusammenstellung sehr subjektiv ist und keinen Anspruch auf
Wissenschaft- lichkeit erhebt, kann ich diese Fragen zunächst
vernachlässigen. Ich werde mich auf die Bewegungen konzentrieren, die
von unserer Region ausgegangen sind und eine gewisse Strahlkraft und
Vorbildfunktion entwickelt haben. Wie z.B. ein Studententreffen vor
fast 200 Jahren in Eisenach...
"Jeder,
von welchem der Staat Bürgerpflichten fordert, muß auch Bürgerrechte
haben.
...
Das Recht, in freier Rede und Schrift seine Meinung über öffentliche
Angelegenheiten zu äußern, ist ein unveräußerliches Recht jedes
Staatsbürgers. Dieses Recht muß das Wahlrecht des Bürgers ergänzen,
wenn er die reelle Freiheit erhalten soll.
Wo
Rede und Schrift nicht frei sind, da ist überhaupt keine Freiheit, da
herrscht nicht nur Gesetz, sondern die Willkür. Wer das Recht des
freien Gedankenverkehrs durch Rede und Schrift den Bürgern zu
entziehen, zu verkümmern und wegzukünsteln sucht, begeht Frevel an
seinem Volke."
Mit dieser Erklärung studentischer Bünde, sogenannter Burschenschaften,
wurde 1817 auf der Wartburg die Grundlage für eine unabhängige
Jugendbewegung in Deutschland gelegt. 600 Studenten verbrannten aus Protest
reaktionäre Schriften, einen preußischen Korporalsstock und -zopf, und
sie machten das obige politische Programm der Burschenschaften publik.
Ein für damalige Verhältnisse ungeheurer Vorgang, der vom Staat hart
bestraft wurde. 1819 wurden die Burschenschaften verboten. Es folgten
über 150 politische Prozesse, Todes- und Gefängnisstrafen. Diese harte
Verfolgung schwächte die Aktivität der Studentenjugend erheblich.
Der Zug der Studenten zur Wartburg
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„Großer
Burschenschafterzirkel“.
Die
ineinander verschlungenen Buchstaben E, F und V
stehen für den
Wahlspruch der Urburschenschaft Ehre, Freiheit, Vaterland.
Dieser Anfang einer
demokratischen Bewegung durch die Burschenschaften, machte sie
schließlich zu einer treibenden Kraft der Revolution von 1848.
Infolge der Einrichtung der Nationalversammlung in der Frankfurter
Paulskirche, der bis zu 156 Burschenschafter angehörten und deren
erster Präsident Heinrich von Gagern Burschenschafter war, wurden die
Burschenschaftsverbote (Karlsbader Verbote) endgültig aufgehoben.
Die Farben der
Burschenschaft Schwarz-Rot-Gold wurden am 31. Juli 1848 zu deutschen
Nationalfarben erklärt.
Jubelnde
Revolutionäre nach Barrikadenkämpfen am 18. März 1848
Fortsetzung folgt...
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..weiterlesen zu
Burschenschaften: http://de.wikipedia.org/wiki/Burschenschaft
..weiterlesen
zu Jugendbewegungen: http://www.mobiltom.de/historie/hist_1.html
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Impressum:
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herausgegeben und
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Wolf Backhaus
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