No. 312
Freitag 21. Februar 2025 - 17. Jhg.
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Poesie
Freischwebende Gedanken
diesmal von Joachim Koch

© Joachim Koch 2025 mit KI
Dieses wunderschöne Gedicht entstand vor 250 Jahren:
Ich sehe oft um Mitternacht,
Wenn ich mein Werk getan
Und niemand mehr im Hause wacht,
Die Stern' am Himmel an.
Sie gehen da, hin und her zerstreut,
Als Lämmer auf der Flur;
In Rudeln auch, und aufgereiht
Wie Perlen an der Schnur.
Und funkeln rein und schön;
Ich seh' die große Herrlichkeit,
Und kann mich satt nicht sehn.
Dann saget, unterm Himmelszelt,
Mein Herz mir in der Brust:
»Es gibt was bessers in der Welt
Als all ihr Schmerz und Lust.«
Ich werf mich auf mein Lager hin
Und liege lange wach,
Und suche es in meinem Sinn,
Und sehne mich danach.
Matthias Claudius
(1740-1815)
(Gedicht entnommen aus „Vernetzte Welten“ ISBN: 3-930219-73-3)
Das Weltall – unendliche Weiten. Eigentlich unsere kosmische
Nachbarschaft und doch wissen so viele Menschen so wenig darüber. Viele
fragen sich oft, was mache ich eigentlich hier? Woher komme ich? Wohin
gehe ich?
Wir kommen aus den Tiefen des Alls und
so sind wir ein Teil davon. Unsere Physis ist mit diesem Planeten
verbunden und bleibt es auch. Unser Geist ist es nicht und wird seine
Reise durch das Universum fortsetzen und vielleicht auch den Weg
zurückfinden.
Der Planet Erde ist auf dieser
kosmischen Reise der Ort, wo wir lernen können, uns frei zu entscheiden
und danach zu handeln. Frei im Geiste – das ist unsere irdische
Bestimmung. Wir brauchen keine Weltenerklärer, keine Priester jeglicher
Art, keine Führer, keine Begleiter, keine Schamanen jeglicher Couleur,
keine Abhängig- und Schlechtesgewissenmacher. Schickt sie alle weg. Wir
sind selbst Erkennende, durch uns und in uns und durch unsere kosmischen
Verbindungen und Fähigkeiten.
So wie Matthias Claudius es oben
beschreibt, so können auch wir unter den Sternen liegen, z.B. oben im
Steinkreis bei Germerode, an diesem wunderbaren Kraftort, dem Tor zum
Universum mit der Kraft des Planeten unter Euch. Wir nutzten unsere
Sinne, die uns innewohnen, schauen, riechen, fühlen, hören, schmecken
und gehen in Resonanz mit den Feldern, die uns durchdringen, wir
Menschen.
Joachim Koch ist Arzt und Mit-Erbauer des Steinkreises anf dem Malkenhain
und schreibt gelegentlich für den BUZZ
Du machst dir auch Gedanken...
Dann lass uns teilhaben!
poesie@outbackbuzz.de

Denker 2025
© 2025 wolfbackhaus
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 Redaktion 2
Liebe Enkel, liebe Leser,
Als ich Anfang der Woche
über den neuen BUZZ begann
nachzudenken,
war ich sehr
durch die politische Lage
irritiert.
Dieser Zustand
ist immer
ein guter Anlass
um das I Ging
zu befragen.
Da es eine
Online Version
gibt, war
der Münzenwurf
nicht nötig.
Durch Anklicken
gelangte ich zu diesem Bild:

Der Text zu dem oberen
orakelten Bild
und seinem
Wandlungszeichen
ist hier als PDF
angehängt.
Ich lese
"Die schöpferischen Kräfte stehen außer Beziehung.
Es ist die Zeit der Stockung und des Niedergangs"
und
"Himmel und Erde stehen außer Verkehr,
und alle Dinge erstarren.
Obere und Untere stehen außer Beziehung,
und auf Erden herrscht Verwirrung und Unordnung."
und
Die Art der Gemeinen ist im Aufsteigen,
die Art der Edlen ist im Abnehmen.
Aber die Edlen lassen sich
in ihren Grundsätzen nicht beirren.
Wenn sie die Möglichkeit des Wirkens
nicht mehr haben, so bleiben sie
diesen Grundsätzen doch treu
und ziehen sich in die Verborgenheit zurück.
und
Wenn gegenseitiges Mißtrauen
im öffentlichen Leben herrscht
infolge des Einflusses,
den die Gemeinen haben,
so ist eine fruchtbare Wirksamkeit unmöglich,
weil die Grundlage falsch ist.
Darum weiß der Edle,
was er unter solchen Umständen zu tun hat.
Er läßt sich nicht durch glänzende Angebote
zur Teilnahme an der öffentlichen Wirksamkeit verleiten,
die für ihn,
da er die Gemeinheit der andern nicht mitmachen kann,
doch nur gefährlich wäre.
Darum verbirgt er seinen Wert
und zieht sich in die Verborgenheit zurück.
Wie so oft,
erneut eine
treffende Beschreibung
unserer Situation.
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